Weihnachtssterne sind aus der Adventszeit nicht wegzudenken. Mit ihren leuchtend roten Blättern bringen sie Festlichkeit und Farbe in jedes Wohnzimmer. Doch bei aller Pracht stellt sich die große Frage: Wie viel Wasser braucht dieser charmante Wintergast eigentlich? Keine Sorge – mit ein wenig Wissen und einer Prise guter Laune gelingt die Pflege garantiert!
Die Bedürfnisse des Weihnachtssterns verstehen
Weihnachtssterne, oder wie die Botaniker sagen „Euphorbia pulcherrima“, stammen ursprünglich aus Mexiko. Dort genießen sie ein tropisches Klima – viel Licht, angenehme Temperaturen und keine Staunässe. Wenn wir also unsere Pflanze glücklich machen wollen, sollten wir ihre Wurzeln nicht in einer Wasserwüste oder einem Schlammloch versenken.
Viele Menschen denken, je mehr Wasser, desto besser. Falsch gedacht! Der Weihnachtsstern mag es lieber trocken als zu feucht. Eine zu nasse Erde kann schnell zu Wurzelfäule führen – und das wäre wirklich ein trauriges Weihnachtsmärchen.
Also lautet die Devise: Gießen, ja – aber mit Verstand. Am besten prüft man immer erst die obere Erdschicht: Fühlt sie sich trocken an, darf gegossen werden. Ist sie noch feucht? Dann lieber noch ein wenig warten und vielleicht eine Tasse Tee trinken.
Wie oft sollte man gießen?
Eine der häufigsten Fragen lautet: „Muss ich meinen Weihnachtsstern täglich gießen?“ Die Antwort lautet klar: Nein, bitte nicht! Ein Zuviel an Wasser ist schlimmer als ein Zuwenig. In der Regel reicht es völlig aus, den Weihnachtsstern ein- bis zweimal pro Woche zu gießen.
Natürlich hängt alles ein wenig vom Standort ab. Steht der Stern in einem warmen, sonnigen Raum, verdunstet das Wasser schneller. In einem kühleren Raum hingegen bleibt die Erde länger feucht. Es ist also wie beim Backen: ein bisschen Fingerspitzengefühl ist gefragt.
Besonders wichtig: Nach dem Gießen sollte überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer entfernt werden. Niemand möchte nasse Füße – auch der Weihnachtsstern nicht!
Welche Gießtechnik ist ideal?
Man kann den Weihnachtsstern entweder von oben direkt auf die Erde gießen oder ihn in ein Wasserbad stellen. Das Wasserbad hat den Vorteil, dass die Pflanze nur so viel Wasser aufnimmt, wie sie tatsächlich benötigt. Dazu stellt man den Topf einfach für etwa 10 Minuten in eine mit Wasser gefüllte Schale.
Beim Gießen von oben sollte man darauf achten, nicht die Blätter und bunten Hochblätter zu benetzen. Zu viel Feuchtigkeit auf den Blättern kann schnell zu unschönen Flecken führen – und das will in der festlichen Zeit nun wirklich niemand!
Am besten verwendet man zimmerwarmes Wasser, denn eiskaltes Wasser könnte dem empfindlichen Weihnachtsstern einen Kälteschock verpassen. Und wer will schon frierende Pflanzen unter dem Weihnachtsbaum?
Wichtige Tipps für eine lange Blütezeit
Damit der Weihnachtsstern lange seine Farbenpracht behält, sollte nicht nur das Gießen stimmen. Auch der Standort spielt eine große Rolle. Der Weihnachtsstern liebt es hell, aber direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden. Und Zugluft ist sein größter Feind!
Die Temperatur sollte idealerweise zwischen 18 und 22 Grad Celsius liegen. Wird es kälter, können die Blätter schnell schlapp machen und fallen ab. Also bitte keine frostigen Plätze direkt an der Tür oder am Fensterbrett wählen.
Ein letzter Tipp: Geduld zahlt sich aus. Auch wenn der Weihnachtsstern im Januar vielleicht ein wenig müde aussieht, kann er mit etwas Pflege und gelegentlichem Gießen bis weit ins Frühjahr überleben – und sogar im nächsten Jahr wieder blühen!
