Breite Bohnen, auch bekannt als Dicke Bohnen oder Saubohnen, sind ein echtes Multitalent in der Küche – wenn man weiß, wie man sie zähmt! Denn eines ist sicher: Wer sie zu lange kocht, hat matschige grüne Tränen auf dem Teller. Wer sie zu kurz kocht, serviert seinen Gästen Kaugummi. Also – ran an den Kochtopf!
Was sind breite Bohnen überhaupt?
Bevor wir mit dem Kochen beginnen, klären wir erst einmal, was da überhaupt in unserem Einkaufsnetz liegt. Breite Bohnen sind größer als ihre zarteren Verwandten, die grünen Bohnen. Ihre Hülsen sind dicker, fester und enthalten meist mehrere größere Samen. Sie sind in Deutschland vor allem in den Sommermonaten erhältlich.
Im Gegensatz zu grünen Bohnen, die man mitsamt Hülle isst, sind bei den breiten Bohnen oft nur die inneren Kerne genießbar. Die Hülle kann faserig und hart sein, weshalb sie meist entfernt wird. Aber keine Sorge – die leckeren inneren Werte machen das wieder wett!
Breite Bohnen gehören zur Familie der Hülsenfrüchte und sind nicht nur lecker, sondern auch gesund. Sie enthalten Eiweiß, Ballaststoffe und wichtige Mineralien. Außerdem sättigen sie gut – perfekt für alle, die nach dem Essen nicht gleich wieder in den Kühlschrank schleichen wollen.
Wie lange sollte man breite Bohnen kochen?
Jetzt wird’s heiß! Die Kochzeit von breiten Bohnen hängt davon ab, ob du frische oder getrocknete Exemplare vor dir hast. Generell gilt: Frische breite Bohnen brauchen weniger Zeit als getrocknete, denn letztere müssen vorher eingeweicht werden – und zwar ausgiebig!
Hier eine kleine Übersicht zur Orientierung:
- Frische breite Bohnen: 10–15 Minuten kochen
- Getrocknete, eingeweichte Bohnen: 60–90 Minuten kochen
- Tiefgekühlte Bohnen: 12–18 Minuten kochen (je nach Packungshinweis)
Wichtig: Kein Salz ins Wasser geben, bevor die Bohnen weich sind! Salz kann die Haut der Bohnen verhärten, und dann kochst du dir einen Wolf, ohne dass sie weich werden. Und das wollen wir ja nicht, oder?
Tipps und Tricks für perfekte breite Bohnen
Ein Trick, den Oma schon kannte: Schneide die Enden der Bohnen ab und entferne eventuell vorhandene Fäden, wenn du frische Bohnen mitsamt Hülle verwenden willst. Bei den Kernen reicht meist ein kurzes Blanchieren und dann Abziehen der dicken Haut – so wird das Ergebnis besonders zart.
Wenn du getrocknete Bohnen verwendest, plane Zeit ein. Die brauchen mindestens 12 Stunden Einweichzeit. Ein Tipp für alle Eiligen: In einem Schnellkochtopf kannst du die Kochzeit deutlich verkürzen – aber Achtung: Der Topf zischt nicht ohne Grund. Lies vorher das Handbuch!
Und wenn’s mal richtig lecker werden soll, dann gib beim Kochen eine Prise Zucker, ein Stück Butter oder etwas Bohnenkraut ins Wasser. Das verleiht den Bohnen eine feine Note und sorgt dafür, dass sie auch skeptische Esser überzeugen – sogar die, die normalerweise beim Wort „Bohne“ die Flucht ergreifen.
Was passt gut zu breiten Bohnen?
Breite Bohnen sind gesellig – sie passen sich hervorragend an viele Gerichte an. In Eintöpfen, Pfannengerichten oder als Beilage machen sie immer eine gute Figur. Besonders gut harmonieren sie mit Speck, Zwiebeln oder Tomaten. Auch in Salaten (am besten lauwarm) sind sie ein echter Hingucker.
Ein Klassiker der deutschen Küche: Breite Bohnen mit Speck und Kartoffeln. Einfach, deftig und unfassbar lecker. Oder wie wäre es mediterran mit Olivenöl, Knoblauch und etwas Zitrone? Die Bohnen machen alles mit – Hauptsache, sie werden richtig gekocht!
Falls du auf vegane Küche stehst, kombinier die Bohnen mit geröstetem Sesam, Tahini oder einem Schuss Sojasauce. Breite Bohnen sind echte Teamplayer, solange du sie nicht zu Brei kochst. Und falls doch – nenn es einfach Püree und gib einen schicken Namen drauf.
