Wie oft im Jahr kommt der Schornsteinfeger?

Kaum ein anderes Ereignis im Haushalt sorgt für so viel Aufregung wie der Besuch des Schornsteinfegers. Schon der Klang seiner Schritte auf dem Dach lässt die Nachbarn neugierig aus dem Fenster spähen. Aber wie oft taucht dieser rußige Gast eigentlich auf? Tauchen wir ein in die schwarze Magie des Schornsteinfegerhandwerks!

Die gesetzliche Pflicht: Kein Entrinnen möglich!

In Deutschland ist der Besuch des Schornsteinfegers nicht einfach ein nostalgisches Relikt, sondern gesetzlich vorgeschrieben. Das Schornsteinfeger-Handwerksgesetz legt genau fest, wann und wie oft der Schornstein überprüft werden muss. Wer also dachte, er könne den Schornsteinfeger einfach ignorieren, wird schnell eines Besseren belehrt – und zwar durch einen freundlichen, aber bestimmten Brief!

Je nach Art der Feuerungsanlage kann der Schornsteinfeger ein- bis viermal im Jahr vor der Tür stehen. Hat man eine moderne Heizung, reicht oft eine jährliche Kontrolle. Wer jedoch noch romantische Abende am offenen Kamin liebt, darf sich auf häufigere Besuche freuen. Mehr Feuer bedeutet schließlich mehr Ruß – und mehr Ruß bedeutet mehr Arbeit für unseren rußgeschwärzten Gast.

Übrigens: Das Versäumen eines Termins kann teuer werden. Wer denkt, er könne sich durch ein freundliches Lächeln aus der Affäre ziehen, wird spätestens bei einem Bußgeld merken, dass das Schornsteinfegerwesen kein Scherz ist. Also: besser den Terminkalender zücken!

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Warum der Schornsteinfeger so oft kommen muss

Man könnte meinen, ein sauberer Schornstein bleibt sauber – falsch gedacht! Ruß, Asche und andere Rückstände sammeln sich schneller an, als man „Kaminabend“ sagen kann. Je nachdem, wie oft und womit man heizt, kann der Schornstein schon nach wenigen Wochen aussehen wie ein Schokoladenbrunnen – nur leider ohne Schokolade.

Doch es geht nicht nur um Sauberkeit. Sicherheit spielt eine enorme Rolle. Verstopfte Schornsteine können gefährliche Gase wie Kohlenmonoxid zurück ins Haus drücken. Und da hilft es wenig, wenn der Kamin noch so schick aussieht. Ein Besuch des Schornsteinfegers ist daher nicht nur Pflicht, sondern schlichtweg lebenswichtig.

Man sollte sich also nicht über die regelmäßigen Kontrollen ärgern, sondern sie vielmehr als freundliche Rettungsaktion betrachten. Schließlich gibt es angenehmere Wege, Bekanntschaft mit der Feuerwehr zu machen, als bei einem Kaminbrand.

Was passiert beim Besuch des Schornsteinfegers?

Wer glaubt, der Schornsteinfeger wedelt nur ein bisschen mit der Bürste herum und verschwindet dann wieder, hat weit gefehlt. Der Besuch ist ein echtes Ritual: Zuerst wird geprüft, dann gemessen und schließlich gereinigt. Jeder Handgriff folgt einem genauen Plan – fast wie ein Tanz, nur dass am Ende niemand applaudiert.

Mit allerlei Geräten, die wie aus einem alten Zauberkasten wirken, misst der Schornsteinfeger die Abgaswerte und den Rußgrad. Ist alles in Ordnung, hinterlässt er eine Bescheinigung – ein kleines Zertifikat der Reinheit, das man stolz an den Kühlschrank heften könnte (oder besser im Ordner für die Gebäudeversicherung verstaut).

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Besonders charmant: Viele Schornsteinfeger gelten als Glücksbringer. Ein Händedruck soll Glück für das ganze Jahr bringen. Also ruhig ein bisschen Ruß auf der Schulter tolerieren – wer weiß, vielleicht zahlt sich das beim nächsten Lottoschein aus!

Tipps für einen stressfreien Schornsteinfegerbesuch

Damit der Termin nicht zum Drama wird, lohnt sich ein wenig Vorbereitung. Zuerst: den Zugang zum Schornstein frei machen. Nichts ist peinlicher, als wenn der Schornsteinfeger sich seinen Weg durch Weihnachtsdeko und vergessene Umzugskartons bahnen muss.

Außerdem empfiehlt es sich, alle Feuerstätten vorher ordentlich abkühlen zu lassen. Niemand möchte erleben, wie der Schornsteinfeger seine Handschuhe in Flammen setzt. Ein kühler Kamin ist ein freundlicher Kamin – das weiß jedes Kind!

Und zu guter Letzt: freundlich bleiben! Ein nettes Wort, ein Kaffee oder gar ein Stück Kuchen können Wunder wirken. Vielleicht verrät der Schornsteinfeger dann sogar das eine oder andere geheime Rezept gegen hartnäckigen Ruß. Oder zumindest ein paar spannende Geschichten von seinen Abenteuern auf den Dächern der Stadt.

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