Wer hat das nicht schon mal erlebt? Am nächsten Morgen entdeckt man im Garten tiefe Löcher oder umgegrabene Beete. Wer ist der Übeltäter, der nachts auf Reisen geht und dabei den Garten ordentlich durcheinanderbringt? In diesem Ratgeber werfen wir einen Blick auf die Tiere, die für dieses nächtliche Graben verantwortlich sein könnten.
Die nächtlichen Grabratten
In vielen Gärten ist die Wühlmaus ein bekannter Gast. Diese kleinen Nager sind Meister im Graben und verbringen den größten Teil ihres Lebens unter der Erde. In der Dämmerung und nachts sind sie besonders aktiv, da sie tagsüber die dunklen Tunnel bevorzugen. Sie graben keine oberflächlichen Löcher, sondern eher lange, unterirdische Gänge, die zu Wurzeln und Pflanzen führen.
Das Problem bei Wühlmäusen ist, dass sie nicht nur den Boden auflockern, sondern auch Pflanzenwurzeln abnagen. Daher kann es vorkommen, dass bei einem nächtlichen Besuch der kleinen Nager der Garten plötzlich von braunen, welken Pflanzen übersät ist. Die Tiere sind geschickt und fast unsichtbar, sodass ihre Spuren oft erst am nächsten Morgen sichtbar werden.
Es ist auch interessant zu wissen, dass Wühlmäuse in der Nacht besonders aktiv sind, weil sie Raubtieren wie Füchsen oder Greifvögeln aus dem Weg gehen. Sie meiden den Tag, um sich zu verstecken, und nutzen die Dunkelheit zu ihrem Vorteil.
Wer sind die nächtlichen “Bagger” im Garten?
Neben Wühlmäusen gibt es noch einige andere Tiere, die nachts im Garten für Überraschungen sorgen können. Hier sind einige, die Sie möglicherweise in Ihrem Garten erwarten könnten:
- Maulwürfe: Diese Tiere graben in der Nacht auf der Suche nach Insekten und Würmern. Ihre Hügel sind oft ein sichtbares Zeichen ihrer nächtlichen Aktivitäten.
- Füchse: Obwohl sie nicht so intensiv wie Wühlmäuse graben, können Füchse in Gärten auf der Suche nach Futter ihre eigenen Löcher hinterlassen.
- Igel: Auch wenn Igel vor allem auf der Suche nach Insekten sind, können sie kleinere Löcher in den Boden graben, besonders wenn sie Nahrung finden wollen.
Die nächtlichen “Bagger” sind unterschiedlich in ihrer Art zu graben, aber sie haben alle eines gemeinsam: Sie sind auf der Jagd nach Nahrung und verstecken sich tagsüber vor Fressfeinden. Ein nächtliches Konzert von scharrenden Geräuschen im Garten könnte also durchaus von einem dieser Tiere stammen.
Falls Sie auf den nächtlichen Graben aufmerksam geworden sind, lohnt es sich, genauer hinzusehen. Manchmal lassen sich durch die richtigen Maßnahmen (wie z.B. den Einsatz von natürlichen Abschreckmitteln) kleine Schäden verhindern.
Was tun, wenn der Garten ein Grabenfeld wird?
Wenn Sie bemerken, dass Ihr Garten von nächtlichen Grabratten heimgesucht wird, gibt es verschiedene Lösungen, die Sie ausprobieren können. Manchmal genügt es, den Tieren ein wenig den Zugang zu versperren oder sie mit natürlichen Mitteln zu vertreiben.
Es gibt eine Vielzahl von Methoden, um das nächtliche Graben zu stoppen:
- Wühlmausgitter: Diese Gitter verhindern, dass die Tiere ihre Tunnel ausgraben können. Sie werden in den Boden eingelassen, um den Zugang zu Wurzeln und Pflanzen zu blockieren.
- Ultraschallgeräte: Einige Gartenbesitzer schwören auf Geräte, die Ultraschallwellen aussenden, die für die Tiere unangenehm sind, aber für den Menschen unhörbar bleiben.
- Natürliche Pflanzenabwehr: Bestimmte Pflanzen wie Knoblauch, Lavendel oder Lorbeer sollen abschreckend auf Grabetiere wirken. Das Setzen dieser Pflanzen in betroffene Bereiche könnte eine einfache, natürliche Lösung darstellen.
Es ist wichtig, dass Sie nicht nur die Tiere vertreiben, sondern auch den Schaden minimieren. Reparieren Sie die beschädigten Beete und pflanzen Sie neue, gesunde Pflanzen, die den Tieren nicht so einfach als Leckerbissen dienen.
Wie erkennt man die Spuren der nächtlichen Gräber?
Wer nicht weiß, welches Tier für das nächtliche Graben verantwortlich ist, kann auf die Spuren achten, die das Tier hinterlässt. Diese können Hinweise auf den Übeltäter geben und helfen, die richtige Lösung zu finden.
Die Wühlmaus hinterlässt in der Regel eher flache, unterirdische Tunnel und kleine Löcher in der Erde, die manchmal als kleine Hügel sichtbar sind. Die Tunnel sind oft mit feuchtem Boden und kleinen Wurzeln bedeckt. Maulwürfe hingegen machen auffällige Maulwurfshügel, die an verschiedenen Stellen im Garten auftauchen.
Wenn Sie die Spuren untersuchen, achten Sie auch auf die Größe der Löcher. Ein größerer Tunnel könnte darauf hinweisen, dass es sich um einen Fuchs handelt, der auf der Jagd ist. Ein kleineres Loch könnte auf einen Igel oder eine Wühlmaus hinweisen.
Die nächtlichen Gräber im Garten sind also ein klarer Hinweis auf die Lebewesen, die sich nachts in der Dunkelheit auf die Suche nach Nahrung machen. Wer die Tiere und ihre Gewohnheiten kennt, kann die richtigen Maßnahmen ergreifen und den Garten vor weiteren Überraschungen bewahren.
